Die positiven Effekte des Klavierspielens

 

Musik kann Glücksgefühle auslösen. Wenn wir positive, ermutigende Musik hören, kann uns das helfen, unsere negativen Gedankenspiralen zu durchbrechen. Das bedeutet, dass jeder Mensch es selbst in der Hand hat, mit Hilfe von Musik positive Stimmungen und gute Gefühle zu erzeugen.

 

Musik fördert die Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit länger an einer Sache dran zu bleiben, sich nicht so leicht ablenken zu lassen. Mit jeder Übungseinheit, die man bewältigt, stellen sich Erfolgsgefühle ein. An den Tasten kann man abschalten, Berufs- und Alltagsstress verarbeiten – sich wohlfühlen. Indem man sich auf diese einzige Aktivität einläßt – das Klavierspiel – blendet man alles andere aus. Damit hat man – mehr als bei jeder Sportart – die Möglichkeit, sich zu erden, sich zurückzubesinnen auf die schönen Dinge des Lebens, auf das, was Einen persönlich vorantreibt.                                 (Quelle: Piano Fischer Piano Post 02/2020)

 

Musik kann im Gehirn ein hormonelles Feuerwerk hervorrufen, indem die Stoffe Serotonin, Oxytocin und Dopamin ausgeschüttet werden. Dies wirkt sich positiv auf unsere Stimmung sowie auf unsere Gesundheit, insbesondere das vegetative Nervensystem aus. Letzteres reguliert – weitgehend unbewußt – lebenswichtige Abläufe wie Atmung, Herzschlag, Blutdruck und Stoffwechsel. Durch aktives Musizieren verstärken sich das Hörzentrum sowie das feinmotorische Zentrum. Die Kombination dieser Vorteile führt nicht nur zu einer Verbesserung der Konzentrations- und Kombinationsfähigkeit, sondern sogar zu einer messbaren Steigerung der Intelligenz.

 

Musik stoppt die Alterung des Gehirns. Musik kann auch den neurodegenerativen Prozeß verlangsamen, d.h. die Hirnalterung wird nicht nur gestoppt, sondern regelrecht rückgängig gemacht. Musik hilft Demenzkranken ihre Erinnerungen wachzurufen, Musik kann einen Emotionstunnel im Gehirn öffen. Vor allem Musik, die uns emotional berührt, sorgt dafür, dass im motorischen Areal Gefühle und Erinnerungen miteinander verknüpft werden. Die Erinnerungen werden dadurch aktiv und der emotionale Gedächtnistunnel geöffnet. Da die rechte Gehirnhälfte die linke Körperhälfte steuert und umgekehrt, und die rechte und die linke Hand beim Klavierspielen Verschiedenes leisten müssen, fördert dies den regen Austausch beider Gehirnhälften. So vernetzen sich mehr Synapsen (= Schaltzentralen der Nervenzellen). Es ist bekannt, dass man mehr Verknüpfungen schafft, wenn man das Gehirn trainiert – unabhängig vom Alter. Dabei vernetzen sich Gehirnregionen umso besser, je öfter sie genutzt werden. Klavierspielen unterstützt auch die Rekonvaleszenz nach Unfällen und Schlaganfällen. (Quelle: Die Kraft der Klänge - Musik als Medizin, 3sat 09/2021)

 

Alle hier dargestellten Erkenntnisse werden eindrucksvoll unterstrichen in einem Artikel vom 18.06.2012 aus der Ärzte Zeitung Neu-Isenburg, Springer Medizin Verlag GmbH Berlin:

Klavierspielen baut Hirn um

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